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Schüler und Schülerinnen fragen - Politiker antworten

Schler fragen Politiker antworten 1

Am Donnerstag, den 20. Juni 2024 besuchte Frau Marianne Schieder, parlamentarische Geschäftsführerin der SPD im Deutschen Bundestag, das Berufliche Schulzentrum Neumarkt.

Marianne Schieder wuchs als älteste von fünf Mädchen auf einem Bauernhof in Schwarzberg, einem kleinen Dorf in der Marktgemeinde Wernberg-Köblitz auf. Nach Abschluss des 2. juristischen Staatsexamens arbeitete sie als Landesgeschäftsführerin der Katholischen Landjugendbewegung Bayerns. Von 1994 bis 2005 war sie Mitglied des Bayerischen Landtages und ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Politisch engagiert sich darüber hinaus im Kreistag und als Gemeinderätin in ihrer Marktgemeinde Wernberg-Köblitz.

„Wie kommt man im CSU geprägten Bayern darauf zur SPD zu gehen?“, mit dieser Frage begann ein Schüler der Landwirtschaftsklasse die Diskussionsrunde. Nach anfänglicher Zurückhaltung entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über fast zwei Schulstunden. Frau Schieder wurde zu vielen unterschiedlichen Themen "gelöchert". Themenschwerpunkte waren:  Erneuerbare Energien, Wahlrechtsreform, Atomenergie, aktueller Zustand der Regierungskoalition, AfD, Klimawandel und die wirtschaftliche Situation der deutschen Landwirte.

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Es stellte sich schnell heraus, dass Frau Schieder sich nicht aufs Glatteis führen ließ. Als Mädchen, das in einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen sei, kenne sie die Probleme der Landwirtschaft. Das Problem der Landwirtschaft sei u.a. die Perspektivlosigkeit in manchen Bereichen. Man bräuchte z.B. einen sicheren Preis für Milch, um bei den enormen Investitionen sicher kalkulieren zu können. Die Bauern hätten Einschränkungen im Bereich Naturschutz, aber auch die Bauern müssten zugeben, dass es Probleme in diesem Bereich gebe.

Ein politisches Anliegen, das Frau Schieder sehr wichtig ist, ist die Gleichberechtigung von Frauen. Die Frage einer Schülerin, ob sich daran seit Ihrer Jugend etwas geändert habe, beantwortete Frau Schieder mit einem kurzen Rückblick in ihre Jugend, als sie ihren Vater nach bestandener Führerscheinprüfung auf ein Auto ansprach, was dieser für ein Mädchen nicht für notwendig hielt. Gleichzeitig hätten damals viele Jungs schon ein Auto gehabt, bevor sie überhaupt den Führerschein hatten. Auch im Namensrecht habe sich inzwischen eine Gleichberechtigung eingestellt. Daneben erinnerte sie daran, dass sich Frauen bis 1977 die Erlaubnis ihres Mannes einholen mussten, bevor sie arbeiten durften. Hier habe es insgesamt große Fortschritte gegeben, aber es gebe immer noch viel zu tun.

Ihre engagierte Art auf die Fragen der Jugendlichen zu antworten, kam bei den Schülern gut an. Auch lange nach Ende der Veranstaltung musste sich Frau Schieder noch den Fragen bzw. "statements" der  Schüler und Schülerinnen stellen.

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Herzlichen Dank an unsere Schüler und Schülerinnen für die engagierten Beiträge und ganz herzlichen Dank an Frau Schieder, die sich in ihrer lebensnahen Art die Zeit genommen hat, das politische Bewusstsein unserer Jugendlichen zu stärken.

Trappe, Fachbetreuer Politik und Gesellschaft

 Frau Schieder

 

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